Wie war es: Die Expedition auf die Hochebene Ukok. – Die Geheimnisse der Prinzessin von Ukok

Weitere Informationen

Wie war es: Die Expedition auf die Hochebene Ukok. – Die Geheimnisse der Prinzessin von Ukok

In der örtlichen Folklore, lange vor der Öffnung des Grabes, gab es eine sehr alte Legende, die über die Prinzessin Khadin erzählte.
„…Die Hochebene Ukok im südlichen Altai, die sich in der Höhe von ca. 3 Metern über dem Meeresspiegel befindet, wurde schon immer als ein sakrales Territorium angesehen. Am Fuße des Berges Tawan Borg befindet sich die Welt „die zweite Schicht des Himmels“ – eine Region, die von den Söhnen des Himmels bewohnt wird. Die Legende, die nach den Informationen der Skythen, die vor vielen Jahrtausenden auf diesem Territorium lebten, berichtet weiter, dass vor ihnen hier Wesen gewohnt haben sollen, die von den Sternen kamen und übernatürliche Mächte besaßen. Auf der Bergspitze des Tawan Borg lebte ein geheimnisvoller Huandy mit seinen „Genossen“. Möglicherweise war dieser „Mensch“ der Kapitän des Schiffes, welches Wissenschaftler von anderen Planeten auf die Erde brachte. Die skythischen Legenden erzählen, dass Huandy nach einigen Jahren auf der Erde mit einem Teil seiner Mannschaft und einem aus Kupfer gegossenem Drachen zurück in seine Heimat in den Sternen flog.

1. Tag der Expedition

Die Unruhen, die mit den Vorbereitungen verbunden waren, hatten sich allmählich gelegt. Unsere Gruppe bestand vorwiegend aus Frauen, deswegen wurden wir öfters als „Frauenbataillon“ bezeichnet. Von vierundzwanzig Teilnehmern der Expedition war nur einer ein Mann.

Am Anfang unserer Reise besuchten wir das Museum in Gorno-Altaisk. In einem, vor Menschenaugen geschützten, Sarkophag ruht die Mumie der Prinzessin Ukok, oder wie sie von den Einheimischen genannt wird – Ochi Bola oder Prinzessin Khadin.

Wir unterhielten uns lautlos mit der Prinzessin, die sich hinter Glas, in dem Sarkophag befand, der sie von den Besuchern trennte. Wir baten sie um den Segen für unsere Reise, damit sie uns durch alle Hindernisse führen würde.

Sogar unser Befinden in der Nähe der Prinzessin löste unglaubliche Gefühle aus. Die Hände zitterten, bei einigen begann das Herz zu rasen.

Mit dem Gefühlseindruck von etwas Großem und Unbekannten begannen wir unsere Reise. Unser Weg war eine Bergstraße, die uns an wunderschönen Bergen, Tälern und schnellen Flüsschen vorbei führte.

Unser Zielort war besonders mystisch. In mongolischen Jurten und altaischen ortstypischen Häusern aus Holz übernachteten wir in dem Naturschutzgebiet Uch Emnek.

Die Häuschen befanden sich in der Nähe von Bergen. Ein kleines Tal am Bergfuß war von allen Seiten von Hügeln umgeben.

Der Behüter dieses Schutzgebietes war ein Schamane – der Chef der Assoziation altaischer Schamanen. Vor einiger Zeit wurde hier ein Fest mit schamanischen Ritualen durchgeführt. Bei der Feier nahmen Schamanen aus dem Altai, der Mongolei und Südamerika teil. Für unsere schamanische Expedition war das ein sehr gutes Zeichen. Am Abend, nach dem wir die Banja besucht haben, versammelten wir uns in einem der Häuser und wendeten uns mit Gebeten und Bitten an den Geist des Feuers, der ein Vermittler zwischen den Welten ist. Wir baten ihn um seine Hilfe und um seinen Segen.

2. Tag der Expedition

Es war ein sehr schöner Morgen. Alle waren erholt, obwohl die Geister, die hier lebten, die ganze Nacht Streiche gespielt hatten, indem sie an die Wände unserer Unterkünfte klopften. Die Gruppenleiterin Olga erzählte, dass die einheimische Bevölkerung diese Geister als Almisi bezeichnet. Die Geister zeigen auf diese Weise ihre Neugierde und prüfen, wer auf ihr Territorium gekommen ist.

Das Frühstück des 2. Tages war ein besonderes Ereignis. Während des Essens erfuhren wir von unseren Mentoren mehr über die Geheimnisse der Transformation grobstofflicher Nahrung in Energie. Wir erkannten, dass wir uns durch die Nahrung geistig entwickeln können.

Nun begann unsere eigentliche Exkursion mit dem Kennenlernen der Traditionen, Rituale und der Geschichte der einheimischen Bevölkerung.

Wir besuchten das Karakolische Tal, wo wir uns berühmte Felsmalereien anschauen konnten. Der Höhepunkt der Exkursion war ein Besuch der Gedenkstätte der karakolischen Grabhügel.

Auf einer Waldwiese befanden sich Überreste der alten Anlagen aus Steinsäulen. Drei Steinsäulen, in die Symbole verewigt waren, bildeten ein Dreieck. Eine weitere Säule stand in der Mitte. Es wird vermutet, dass diese Anlage, ähnlich dem berühmten Stonehenge, die gleiche Bedeutung für die Übertragung außerirdischer Informationen hat,

„Man fühlt, dass es dort mal eine alte Zivilisation gab. Uns fällt es schwer, die Information, die sie beinhalten, zu verstehen, aber die Gefühle und die Schönheit ist bis jetzt erhalten geblieben. Uns wurden zwei Hirsche gezeigt, die sich auf gegenüberliegenden Seiten befinden, und durch ihre Hörner übergeben sie die Sonnenenergie. Wir fühlen den Geist der alten Zivilisation und dass sich in den Petroglyphen ein lebendiges Wesen befindet, das uns die Information übertragen möchte“.

Marina, Jekaterinburg

Nach der Exkursion setzten wir unsere Reise zum nächsten Punkt der Reise fort. Unser Weg führte zum Campingplatz in der Nähe von der Siedlung Aktasch.

Nach dem kräftigenden Abendessen unternahmen wir eine Wanderung, um ein erstes schamanisches Ritual durchzuführen. Wir begrüßten die Geister. Unter dem Klang unserer Trommeln und Komuz konnten wir Kontakt zu den altaischen Geistern hergestellen. Wir fühlten die Unterstützung der Höheren Mächte. Dies war sehr wichtig, denn uns erwartete der schwerste Teil unserer Reise, in die Berge auf der Hochebene Ukok.

Im Anschluss wurde am Feuer ein sehr rührendes Ritual durchgeführt. Der Leiter unserer Expedition schenkte jedem Teilnehmer ein kleines Fläschchen aus Glas. Dieses Fläschchen war dafür bestimmt, ein Teilchen der altaischen Erde mitzunehmen.

Wir waren so gerührt, dass wir miteinander die Fläschchen austauschten, die mit den besten Wüschen gefüllt waren.

3. Tag der Expedition

Ein neuer Morgen in den Bergen begeisterte uns. Nach Körperübungen liefen wir entlang des Flusses Tschuja. Die Stimmung in der Gruppe war freudvoll. Wir nahmen uns ein Beispiel an Bisons, die in der wilden Natur immer in Herden unterwegs sind, die Schwächeren schützen und ihnen Halt geben. Wie bei einer Bisonherde sind die Schnelleren von uns nicht vorne weggelaufen, sondern bildeten einen Kreis um die Schwächeren um ihnen ihre Energie zu geben.

Nach dem Frühstück unternahmen wir eine Exkursion. Unser Ziel waren die Petroglyphen von „Kalbak-Tasch“. Das ist ein sehr bemerkenswerter Ort, an dem Menschen verschiedener Epochen und Zivilisationen zahlreiche Informationen über ihr Leben und ihre Weltanschauungen auf Steinen hinterlassen haben.

Die Felszeichnungen erzählen sogar ganze Geschichten. Eine örtliche Lehrerin führte uns herum und vermittelte uns, wie die Einheimischen die Geschichte des eigenen Landes ehren.

Das Heiligtum der Göttin Umai wurde von den Teilnehmerinnen unserer Expedition besonders gewürdigt, da diese Göttin laut den Legenden Frauen eine besondere Kraft gibt.

Dann erwartete uns eine besondere Prüfung, bei der wir Kälte und Wasser stand halten mussten, bevor wir auf die Hochebene von Ukok fuhren konnten : Rafting auf dem Fluss Tschuja.

Dieses extreme Abendteuer gab uns die Möglichkeit, uns auch in Ausnahmesituationen besser kennen zu lernen und zu erfahren, in welchem Chakra wir ins befanden.

„Ich habe zum ersten Mal bei einem Rafting teilgenommen. Die Emotionen überkamen mich. Ich habe das Gefühlt, dass ich etwas Lebendiges, Echtes berührt habe, was in mir gelebt, aber bisher geschlafen hat. Dank des Rafting wurde es erweckt. Ich möchte jetzt vielfarbiger leben!!!

Valentina, Moskau

4. Tag der Expedition

Fast den ganzen Tag waren wir unterwegs.

Je höher wir uns in den Bergen befanden, desto mehr wurden die schönen Waldlandschaften von Wüstensteppen abgelöst. Nachdem wir den Grenzposten hinter uns gelassen hatten, gingen wir zum nächsten Punkt unserer Reise. Das Wetter war uns seit mehreren Tagen nicht wohlgesonnen! Auf der Bergspitze hatte es bereits einen Tag zuvor geschneit. Aber welch ein Wunder: nachdem wir uns auf den Weg machten, kam die Sonne heraus und erleuchtete den Weg vor uns.

 

„Als wir uns auf dem Gebirgspass in einer Höhe von 2,5 Tausend Meter befanden, konnte man den Ort sehr gut fühlen, die Luft war eiskalt. Wir haben Bändchen gebunden uns diese als Begrüßung für die Geister hinterlegt. Wir haben gebetet, dass sie uns zeigen mögen, wo der Herrscher der Hochebene Ukok lebt. Hier war es wunderschön. Es gibt Gletscher, die sogar im Sommer nicht schmelzen.

Tatjana , Tscheljabinsk

Bei den Dchumalisnkie kljuchi, einem schönen Tal mit einer Wasserquelle, machten wir das erste mal Halt. Dieser Ort wird von der einheimischen Altai-Bevölkerung als heilig verehrt. Es wird gesagt, dass der Geist Ajami diesen Ort schützt.

Laut der Legende erscheint der Geist denjenigen, die sich entschieden haben, bei dieser Wasserquelle zu übernachten. Sie gilt als eine heilende Quelle und die Einheimischen schenken dem Geist bunte Perlen, wenn sie zur Quelle kommen.

Nach dem Abendessen am Feuer kreierten wir ein Schmuckstück aus Fäden, da wir keine Perlen hatten. Diese schenkten wir dann dem Geist, während wir verschiedene Melodien sangen, das Schmuckstück mit Liebe fertigten und uns in Gedanken mit verschiedenen Wünschen an Ajami wendeten.

5. Tag der Expedition

Am Morgen sahen wir ein positives Zeichen dafür, dass der Himmel für uns geöffnet ist: es gab einen wolkenlosen Himmel und die Sonne schien hell.

Der Forstwart des Naturschutzgebietes sagte, dass im Tal „helle Seelen“ erschienen sind. Dies sei der Grund, wieso uns die Geister ein schönes Wetter schenkten.

Wir setzten unsere Reise fort. Nun mussten wir den schwersten Teil unserer Reise bestehen. Der Weg verlief zwischen den Bergen und unsere Geschwindigkeit war nicht schneller als 5 km/h. Die fast 6-stündige Fahrt auf den Gebirgsstraßen waren sehr anstrengend, aber die Schönheit des Ortes, an dem wir ankamen, war alle Mühe wert.

Die Sicht auf die Hochebene Ukok, umgeben von Bergen, deren Spitzen mit Schnee bedeckt waren, faszinierte uns.

Wir entschieden uns am Flussufer Halt zu machen. Das Wasser leuchtete weiß, weil es mit Tonpartikeln angereichert ist. Für uns war es, als wäre dies das berühmte Belovode, der Eingang zum legendären Großen Reich Shambhala.

Am Abend fand am Feuer ein schamanisches Ritual statt. Dies war für die Heilung des Herzens und zur Reinigung notwendig, damit wir zum heiligen Ort des Grabes der Prinzessin Ukok zugelassen wurden. Nach dem Ritual hatten die Teilnehmer spürbar bessere Laune und alle waren in einem sehr guten Zustand.

6. Tag der Expedition

Endlich war der sehnlichst erwartete Tag, der 4. August, gekommen! An diesem Tag wurde der Große Weise Schamane geboren, der unser ganzes Leben verändert hatte. Dank ihm wurde diese Expedition ermöglicht. Wir dachten mit großer Liebe und Dankbarkeit an ihn und gratulierten uns gegenseitig.

Dieser Tag begann mit angenehmen Überraschungen. Zuerst kamen die Grenzschutzleute zu uns, anstatt dass wir zu ihnen fahren mussten. Sie registrierten uns gleich auf der Stelle und so sparten wir unsere kostbare Zeit.

Dann kam zu unserer Gruppenexpedition ein neuer Teilnehmer, Aleksej hinzu, nachdem er viele Hindernisse überwunden hatte.

Der Weg zum Grab der Prinzessin führte durch die Hochebene und wir genossen die schönen Aussichten. Gedanklich wendeten wir uns an die Prinzessin Ukok. Wir stellten uns auf ein Treffen mit ihr ein.

Wir setzten uns auf Steine der Grabhügel und stimmten uns auf diesem Ort ein. Es wurden starke Vibrationen gefühlt und es begannen unglaubliche Phänomene. Die Steine unter den Armen zitterten. Einige Teilnehmer der Expedition hatten sehr deutliche Visionen.

„Ich tauchte tief in die andere Epoche ein. Ich habe wunderschöne Häuser mit Taufbecken gesehen. Es schien so, als ob die Prinzessin mit mir spazieren ginge. Ich habe sie gefragt: „Wie sind Sie gestorben?“. Sie lächelte mich an und antwortete: „Ich bin nicht gestorben!“. Ich habe dann die Priesterin gefragt und sie sagte: „Sie ist nicht gestorben, wieso verstehen Sie das nicht. Sie lebt. Sie ist einfach in die andere Welt gegangen. Für uns ist es kein Tod, denn nachdem sie gestorben war, gab sie uns klare Anweisungen, wie sie einbalsamiert werden sollte. Sie sagte uns auch, wie sie richtig ins Grab gelegt werden muss, damit die Informationen, die sie weitergeben muss, bewahrt werden können.“
Sie wusste auch über uns Bescheid, über unsere Ziele und freute sich, dass wir gekommen waren. Sie gab uns den Segen, die Erde zu beschützen. Sie sagte, dass wir uns mehr freuen müssen. Sie liebt Sonne und ich sah, dass sie von der Sonne begeistert war. Sie hat die Hände gehoben und sagte, dass wir tanzen und uns freuen sollten…“.

Wir wurden von der Prinzessin Ukok gerufen, damit wir die Energiequelle, diese Kraft, die verloren gegangen ist, wiederbeleben. Als diese Quelle diente der Ort ihres Begräbnisses.

 

Dieser Tag auf der Hochebene Ukok hatte ebenfalls eine sehr starke symbolische Bedeutung. Wir erhielten ein Zeichen, dass in unseren Leben etwas Neues beginnen wird.

Als es dunkel geworden war wurde ein schamanisches Feuer nach der alten Tradition angezündet. Mit Hilfe eines schamanischen Rituals, wurde jedem Teilnehmer die Möglichkeit gegeben, sich daran zu erinnern, aus welchem Teil des Universums er gekommen war und welches Ziel er auf der Erde hat.

„Als wir auf der Hochebene Ukok waren, habe ich die Prinzessin gefragt, woher sie stammt. Sie hat mir einen Stern gezeigt. Ich dachte, dass sie vielleicht Sirius meint. Als ich fragte, woher ich stamme, hat sie auf den gleichen Stern gezeigt. Als wir in Trance waren, schien es mir, als ob ich ein grünes Leuchten gesehen hätte. Es gab viele Menschen, die auf den Berg stiegen und ich habe verstanden, dass wir direkt mit Gott reden können. Wir saßen da, und Gott hat mit uns geredet! Er sagte, dass wir auf die Erde geschickt wurden, um den Menschen zu helfen, die nicht an Gott glauben. Durch uns können sie ihren Weg zu Gott finden. Was ist das für ein schrecklicher Planet, an dem die Menschen nicht an Gott glauben?“. Ich hatte Angst, dass ich auf diesen Planet geschickt werde. Ich saß da und hatte Angstzustände. Ich überlegte, welche Lebewesen dort leben würden. Als mir gesagt wurde, dass ich dort hinreisen müsse, ging es sehr schnell. Ich vermisse den Ort sehr, an dem ich mich direkt mit Gott unterhalten kann.

Swetlana, Barnaul

7. Tag der Expedition

Am Morgen des Tages, an dem wir von der Hochebene Ukok abreisten, wurden wir von der aufgehenden Sonne geweckt. Das war ein wunderschönes Erlebnis. In dem sich zerstreuenden Nebel entstand ein weißer Bogen – eine ungewöhnliche Naturerscheinung. Alle hatten das Gefühl, dass es die Tore der legendären Shambala waren.

Die Rückreise war sehr lang. An einem Tag haben wir die Entfernung zurückgelegt, die wir vorher innerhalb von zwei Tagen überwunden hatten.

Nach der Rückkehr wartete eine unglaubliche Überraschungen auf uns. An dem Tag feierten wir noch den Geburtstag einer Teilnehmerin der Expedition. Als Antwort auf unsere Gratulation sagte Elena voraus, was jeden von uns erwarten würde und in ihren Worten konnte man eine besondere Kraft fühlen.

Nach den starken energetischen Strömen auf der Hochebene Ukok, reinigten wir uns tief in der Banja. Wir waren sehr glücklich und fröhlich. Nach der heißen Banja badeten wir in einem Bergfluss.

8. Tag der Expedition

Wir setzten unsere Reise fort, als das Gepäck in die Autos verladen war. Die Natur des Altai zeigte uns die Schönheit der Berge und der Bergflüsse.

Nach der Fahrt durch die Berge erreichten wir einen der schönsten Orte im Altai – den Bergpass Katu-Jaryk. Die Höhe des Passes ist ca. 700 Meter und von dieser Höhe aus hat man einem atemberaubenden Ausblick auf das untenliegende Tal.

In der Schlucht fließt ein Bergfluss und auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein großer Wasserfall. Man fühlt sich hier wie ein Vogel, der über die Schlucht schwebt und von den Luftströmen unterstützt wird.

Der Ort unserer nächsten Übernachtung war ein kleiner Campingplatz namens „Kamennie gribi“ am Flussufer. Wir wurden dort sehr freundlich begrüßt.

Nach dem Abendessen nahmen wir unsere Trommeln und gingen in die Berge. Zwischen den Birken vereinten wir uns am Feuer mit dem Geist des Altai. In den Worten der Teilnehmer fühlte man, dass sie tiefe Erfahrungen erleben.

Der Geist des Altai erschien in unterschiedlichen Gestalten. Mit seiner Erscheinung segnete er alle Teilnehmer und gewährte ihnen seine Unterstützung für das Erreichen ihrer Ziele.

9. Tag der Expedition

Am Vormittag des neuen Tages gab es in den Bergen einen leichten Regen.

Wir überquerten gemeinsam den Fluss Chulischman und begannen den Berg zu besteigen. Der Aufstieg war steil, aber nachdem wir ihn überwunden haben, bot sich uns ein einzigartiges Bild. Die grauen Felsen mit den schwarzen Steinen sahen wie Pilze aus. Bei den Teilnehmern der Expedition wurde die Stimmung wieder besser und beim Abstieg lachten alle und sangen Lieder.

Danach setzten wir unsere Reise wieder mit den Autos fort. Unser Weg ging zum Telezker See. Dort warteten schon Boote auf uns.

Laut den Legenden ist der Telezker See der

Eingang in die Welt von Erlik Khan – die Untere Welt.

Auf unserem Weg besuchten wir den Wasserfall Korba. Es ist ein nicht sehr hoher, aber starker Wasserfall. Die Vibrationen der Wasserströme konnte man in der Atmosphäre fühlen.

Am Abend machten wir Halt an einem Campingplatz am Flussufer des Bija. Wir fühlten die Kraft des Ortes. Mit dieser Kraft füllten wir unseren ganzen Familienstamm innerhalb eines Rituals auf. Nach dem Abendessen besuchten wir eine traditionelle Banja.

10. Tag der Expedition

Am letzten Tag waren wir alle traurig, wegen der bevorstehenden Trennung. Innerhalb der 10 Tage haben wir uns sehr gut kennengelernt und sind Freunde geworden.

Der Wald, der uns umgab, hatte unterschiedliche Vegetationen. Wir fanden ein abgelegenes Tal für unser letztes schamanischen Ritual, durch das wir die Möglichkeit hatten, mit unseren verstorbenen Liebsten Kontakt aufzunehmen und ihnen Fragen zu stellen.

Dieser Kontakt war sehr berauschend. Eine Teilnehmerin konnte mit ihrer verstorbenen Mutter reden, die genau 40 Tage zuvor die Welt verlassen hatte. Einige konnten die Geschichte des eigenen Familienstammes erfahren. Einige weinten, da die Information, die sie von ihren Vorfahren erhielten, sehr berührend waren. Und alle bekamen eine sehr starke Hilfe in dieser gegenwärtige Welt.

„ Ich wollte mich mit meinem Großvater unterhalten, aber ich sah meine Schwester und meinen Vater, die als Letztes gestorben waren. Hinter ihnen waren eine Menge von schwarzen Figuren. Ich hatte das Gefühl, dass sie alle in Vergessenheit geraten waren. Ich habe meine Schwester gefragt: „Was ist mit unserem Stamm passiert? Wieso müssen wir alle so stark leiden?“ und dabei ist folgendes Bild entstanden: eine Frau sitzt im schwarzen Schal am Wasser, ich denke, es war eine Witwe. Sie wusch Kleidung und es kam zu einem Unfall, bei dem sie ertrank. Ihr Name war Glafira und sie war meine Vorfahrin. Als ich fragte, was ich machen kann, um meinen Stamm zu retten, wurde mir gesagt, dass ich bereits sehr viel gemacht habe. Meine Schwester hat gesagt, dass ich alles richtig mache und sie es bereut, dass sie nicht mit mir in diese schamanische Schule gegangen ist. Sie lebte noch, als ich ihr die Bücher der Schule zu lesen gab. Sie sagte, dass ihr alles gefällt, sie aber trotzdem an dem Wahrheitsgehalt zweifelt. Kurz darauf ist sie gestorben.

Ischtubi, Petschora

Vor der Abreise der ersten Gruppe legten wir alle Souvenirs, Geschenke und Gegenstände, die wir während der Expedition gekauft hatten, auf einen Tisch und erfüllten diese Sachen gemeinsam mit Energie. Wir waren alle sehr gut gelaunt. In diesem Zustand der Liebe, geistigen Nähe und Dankbarkeit umarmten wir uns gegenseitig, sagten uns sehr herzliche Worte und Glückwünsche.

Unsere Expedition auf die Hochebene Ukok war hiermit beendet. Aber unsere Reise dauert weiter. Jeder Teilnehmer nimmt in seinem Herzen diese Energie, die er von der Prinzessin von Ukok bekam, mit, um sie den anderen Menschen auf der ganzen Welt weiter zu geben.

Weitere Informationen